Der deutsche Kampf gegen Rechts

Rechts
Wügida-Demo von 2014 (Foto von Cerebro-Magazin.de)

Es sind vor allem linke Totschlagargumente, denen niemand widersprechen kann. Denn wer hat schon etwas gegen die Antifa(schisten)? Der muss wohl Faschist sein! Oder wer stellt sich schon gegen den Feminismus? Zweifelsohne nur Frauenhasser! Die Linken genießen in Deutschland de facto Narrenfreiheit und daüber hinaus die politische Deutungshoheit. Kritiker werden sofort diffamiert und in die berühmt-berüchtigte „rechte Ecke“ gestellt. Intoleranz wird schließlich nicht toleriert – es sei denn natürlich, dass sich „Nicht-Rechte“ wie Migranten oder Linke intolerant verhalten.

„Rechtes Gedankengut?“

Ähnlich verhält es sich mit dem sogenannten „Kampf gegen Rechts“. Es gibt durchaus demokratische Parteien in Europa, welche sich ganz selbstverständlich als rechts der Mitte verortnen. Was für uns Deutsche unvorstellbar sein mag, ist in anderen Staaten völlig normal. Die Republikaner in Frankreich, an dessen Spitze der ehemalige Präsident Nicolas Sarkozy steht oder aber auch die britischen Tories unter David Cameron sind solche. Sie stellen damit den traditionellen Gegenpol zu den linken Sozialisten dar.

Nun ist dieser politische Gegensatz zum Teil auf die dortigen Zweiparteiensysteme zurückzuführen. Begünstigt wird dieses politische Duopol durch die Mehrheitswahl, welche es dritten Parteien fast unmöglich macht, in die Parlamente einzuziehen. Wie auch immer. Der Punkt ist, es findet außerhalb von Deutschland kein „Kampf gegen Rechts“ statt. Zumindest nicht in dieser fanatischen Form, welche fast schon religiöse Züge trägt. Golfen, Sex und Tanzen gegen Rechts? Das dürfte selbst den französischen Sozialisten zu viel des Guten sein. Aber immerhin sehen sich diese noch als Patrioten, obwohl sie links sind. Das scheint ohnehin nur in Deutschland ein Widerspruch zu sein.

Auch in den USA sorgt zurzeit ein Rechtskonservativer für Aufsehen: Donald Trump. Mit seinen Aussagen über Mexikaner und der Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime hat er weltweit bereits für sehr viel Furore gesorgt. Und momentan sieht es tatsächlich so aus, als würde er zumindest republikanischer Präsidentschaftskandidat werden. Aber wer könnte sich schon einen Politiker wie Trump in Deutschland vorstellen?

Radikalismus und Extremismus müssen konsequent bekämpft werden – unabhängig ob politisch nun rechts oder links. Bedauerlicherweise wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Das führt dazu, dass die deutsche Politik zwangsläufig nur noch eine Bewegungsrichtung kennt und zwar nach links.

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