Feminismus und Konservatismus gehören zusammen

Zwei Konzepte, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. In der allgemeinen Vorstellung von einer Feministin denken wir – eigentlich zu Recht – an kreischende barbusige Frauen mit bunten Haaren auf Demos. Ein Konservativer, so das Stereotyp, würde sie am liebsten in ein züchtiges Kleid stecken und zu Hause an den Herd stellen.

Vielleicht stimmt das auch. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich beide Konzepte nicht ausschließen. Sie gehören zusammen!

Der moderne Feminismus des 21. Jahrhunderts hat allerdings völlig den Kontakt zur Realität verloren. Die männerfeindliche Ideologie dieser Frauen (und teilweise Männer!) ist nicht willens oder in der Lage, Konstruktives zu unserer Gesellschaft beizutragen. Man schaue sich nur die „geistigen Führer“ dieser Bewegung an. Da wäre beispielsweise Tess Holliday, deren einziges Alleinstellungsmerkmal ist, dass sie trotz ihrer krankhaften Adipositas modelt und damit ein Vermögen verdient. Unter ihrem Hashtag #effyourbeautystandards verbreitet sich auf sozialen Medien eine Empörung über die vermeintliche gesellschaftliche Erwartung, Frauen hätten spindeldürr zu sein. Der feministische, verwirrte Kampf gegen Windmühlen zeigt sich auch im Phänomen #metoo, wo Frauen, vorzugsweise Stars und Sternchen aus der Filmbranche, über traumatische Erfahrungen eines Pograpschers Mitte der 70er Jahre und Blicke in den Ausschnitt durch Arbeitskollegen berichten. All das wird als mutiger Kampf gegen das Establishment verkauft.

In der Zwischenzeit haben Frauen, die nicht in einer superreichen Parallelgesellschaft leben, mit ganz anderen Dingen zu kämpfen. Ganz nach dem Motto, was mich nicht betrifft, interessiert mich nicht, haben Feministinnen kein Interesse daran, von Übergriffen zu sprechen, die heute geschehen. Und zwar überall, jeden Tag, immer mehr. Die Vergewaltigungszahlen schießen in die Höhe, Frauen werden regelrecht gejagt, mit dem Messer erstochen, trauen sich nicht mehr allein oder ohne Pfefferspray auf die Straße, nehmen an Selbstverteidigungskursen teil, bleiben bei Dunkelheit zu Hause und akzeptieren damit de facto eine weibliche Sperrstunde.  Immer wohl wissend, dass die Situation schlimmer werden wird. Keine von ihnen schaut noch hilfesuchend in die feministische Richtung. Der Feminismus hat uns im Stich gelassen; von ihm ist heute keine Hilfe mehr zu erwarten.

Die Ur-Feministinnen der Jahrhundertwende rotieren sicherlich im Grab angesichts dieser schändlichen Weiterführung ihres Erbes. Keine von ihnen hätte sich jemals dem Kampf gegen den Body Mass Index gewidmet, vor allem nicht, während Frauen dabei sind, nach und nach elementarste Rechte verlieren. Es ist der Luxus, alle Rechte erlangt zu haben, der den Feminismus dekadent und überflüssig gemacht hat. Und nun, da er wirklich gebraucht wird, verpasst er seinen Einsatz.

Doch von einer Seite gibt es Hoffnung. Es sind konservative Politiker, Rechte, wenn man so will, die keine Angst haben, wirklich gegen das Establishment aufzustehen. Sie trauen sich, Zusammenhänge zu benennen. Sie sprechen die Offensichtlichkeit aus, dass die massenhafte illegale Einwanderung als muslimischen Ländern sich sicherlich nicht förderlich auf die Rechte und Freiheit von Frauen hierzulande auswirken wird. Dass sich die strukturelle Frauenfeindlichkeit dieser demographischen Gruppe an Kriminalstatistiken ablesen lässt. Dass wir dringend aktiv werden müssen, damit Frauen ihre hart erarbeitete Freiheit nicht wieder verlieren.

Und so ist der Konservatismus an die Stelle des Feminismus getreten. Man könnte ihn sogar als neuen Feminismus bezeichnen. Es wird Zeit, sich als Konservativer von der negativen Konnotation dieses Begriffs zu verabschieden, auch wenn diese berechtigt ist. Es ist keine Schande, sich für Frauen einzusetzen. Und es ist dringender denn je.

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