Ich kann das Wort „Flüchtlinge“ nicht mehr hören!

Meinung

Flüchtlinge
Sind das etwa "Flüchtlinge"? (Foto von Pixabay.com)

Kein Tag vergeht ohne, dass ich in den Medien über mein persönliches Unwort des Jahrzehnts „Flüchtlinge“ stolpere. „Mehr Flüchtlinge auf Gibraltar-Route“ hieß es zum Beispiel in einem Artikel von Spiegel Online. Woher weiß denn der Spiegel, dass es sich hierbei um „Flüchtlinge“ handelt? Und nicht etwa um illegale Wirtschaftsmigranten?

Noch lächerlicher wird es, wenn von „Flüchtlingen“ die Rede ist, die abgeschoben worden sind oder kurz davor stehen. Beispielsweise heißt es in einem WeLT-Artikel wörtlich: „Der Flieger für die Abschiebung nach Italien sollte gegen Mittag abheben. Zu spät also, um die betroffenen Flüchtlinge schon am Vorabend abzuholen“. Da kann man doch nur noch mit dem Kopf schütteln! Flüchtlinge können gar nicht abgeschoben werden, nur abgelehnte Asylbewerber, die ausreisepflichtig sind oder Personen, die bereits in einem sicheren Drittstaat einen Asylantrag gestellt haben!  Von „Flüchtlingen“ kann also gar nicht die Rede sein.

Die Mehrzahl der „Flüchtlinge“ sind Versorgungssuchende

Flüchtling ist ein klar definierter Begriff. Asylbewerber, die nach dem Grundgesetz oder der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt werden, sind Flüchtlinge im rechtlichen Sinne. Doch bevor die Asylbewerber überhaupt einen Asylantrag stellen können, reisen sie ohne gültige Einreisedokumente in die EU bzw. auf Umwegen in Deutschland ein. Unter den Migranten befinden sich sicher auch Flüchtlinge, die aus politischen Gründen geflohen sind. Aber bei den meisten Migranten handelt es sich nun einmal um Versorgungssuchende, wie der Soziologe Gunnar Heinsohn diese Gruppe von Personen treffend genannt hat.

Das bestätigen übrigens auch alle Statistiken. Laut BAMF waren 2016 nur 0,3 (!) Prozent der Asylbewerber im Sinne des Grundgesetzes asylberechtigt und 36,5 Prozent fielen unter die Genfer Flüchtlingskonvention. Das wars. Mehr Personen wurden nicht als Flüchtlinge anerkannt.

Alle Migranten ausschließlich als „Flüchtlinge“ zu bezeichnen ist deshalb rechtlich und faktisch falsch. Die Medien tun dies trotzdem. Das ist zwar dann eine Lüge, weil es nicht zutrifft, aber sie dient ja einem guten Zweck. Schließlich sollen die Deutschen nicht misstrauisch werden gegenüber illegalen Einwanderern, die in den Augen unserer Eliten „wertvoller als Gold“ (Martin Schulz – SPD) und uns dazu noch „geschenkt“ (Katrin-Göring Eckardt – Grüne) worden sind.

„Flüchtlinge“ gibt es nur in deutschen Medien

Übrigens das Wort „Flüchtlinge“ (engl. Refugees) taucht nur in deutschsprachigen Medien auf. In anderen Ländern wird völlig zurecht das Wort „Migranten“ (engl. Migrants) verwendet. Der öffentlich-rechtliche Nachrichtensender in Großbritannien, die BBC, begründet diesen Schritt wie folgt: 

A note on terminology: The BBC uses the term migrant to refer to all people on the move who have yet to complete the legal process of claiming asylum. This group includes people fleeing war-torn countries such as Syria, who are likely to be granted refugee status, as well as people who are seeking jobs and better lives, who governments are likely to rule are economic migrants.

Die BBC würde in der Bunten Republik Deutschland wohl als „rechts“ klassifiziert werden. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich darüber lachen. Deshalb nutze ich immer öfter ausländische Medien, weil dort wenigstens noch versucht wird objektiv und unideologisch (soweit das überhaupt möglich ist) zu berichten. Von vermeintlichen „Flüchtlingen“ in deutschen Medien habe ich jedenfalls die Schnauze voll!

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