Der Irrweg von Merkel isoliert Deutschland in Europa

Meinung

Merkel
Merkel isoliert Deutschland in Europa (Foto von Pixabay.com)

Nun haben wir ihn abermals eingeschlagen, den deutschen Sonderweg. Dabei sollte es doch nie wieder zu einem politischen Alleingang Deutschlands in Europa kommen. Das hat uns unsere Geschichte gelehrt. Dennoch bricht Merkel nun mit der europapolitischen Kontinuität ihrer bisherigen Amtsvorgänger und stellt sich offen gegen unsere Nachbarn. Das ist in der bundesdeutschen Geschichte eine historische Zäsur. Die Kanzlerin mag sich vielleicht selbst als letzte „wahre“ Europäerin sehen, aber in Wirklichkeit ist sie es, die gerade Europa mit Vollgas gegen die Wand fährt. Denn wenn einem auf der Autobahn alle Autos entgegenkommen, ist man vermutlich selbst der Geisterfahrer.

Merkel isoliert Deutschland in Europa

Stellen Sie sich mal vor, ihr Nachbar hat unzählige fremde Menschen in sein Haus eingeladen und als diese anfangen ihn zu überfordern verlangt er von Ihnen sich um seine Gäste zu kümmern. Klingt nicht gerade nach einem guten Nachbarn, oder? Diese Metapher hat der slowakische Regierungschef Robert Fico vor Kurzem benutzt. Er bezog sich dabei auf die Einladungspolitik von Kanzlerin Merkel und ihrer dreisten Forderung in Richtung der osteuropäischen Länder, mehr Migranten aufzunehmen.

Doch es sind längst nicht nur die Visegrad-Staaten, welche sich gegen Merkels Politik der offenen Grenzen stemmen. Auch Schweden, Österreich, Frankreich, Großbritannien und andere Länder schütteln zunehmend nur noch mit dem Kopf über die Deutschen. Damit ist genau der Fall eingetreten, welcher von Adenauer bis Schröder stets versucht wurde zu verhindern. Die politische Isolation Deutschlands in Europa. Und zwar in einem Maße, das einmalig in unserer Geschichte ist. Selbst in den zwei Weltkriegen hatte die Politik Deutschlands mehr Verbündete in Europa als heutzutage. Zugegeben ein sehr zynischer Vergleich. Aber macht es ihn deswegen falsch? Moralisch vielleicht schon, wobei wir wieder beim Thema wären.

Der neue deutsche (moralische) Imperalismus

Merkel ist ein Musterexemplar von einem Gutmenschen. Denn sie ist einer der Geister, die stets das Gute wollen, aber nur das Böse schaffen. Anders ausgedrückt gute Absichten alleine schaffen noch lange nichts Gutes. Der einfache Gutmensch auf der Straße ist an sich genommen keine Gefahr für eine Gesellschaft. Aber Frau Merkel ist bekanntlich Regierungschefin der größten Volkswirtschaft in Europa und als Gutmensch damit denkbar ungeeignet für diese Position. Denn Ideologie plus Macht hat noch nie zu etwas Gutem geführt – auch wenn die Akteure oftmals dabei dachten, das „Richtige“ zu tun.

Durch Merkels „Wir-helfen-allen-die-zu-uns-kommen“-Politik ist das Imperialismusdenken nach Deutschland zurückgekehrt. Zwar hat sich das Vorzeichen geändert, aber das Prinzip ist das Gleiche geblieben. Nun soll eben am deutschen Asylwesen die Welt genesen. Es scheint in dieser Hinsicht fast so, als ob wir Deutschen zur kollektiven Selbstüberschätzung neigen. Das galt schon zu Kaiser Wilhelms Zeiten, genauso wie heute. Denn man kann die unbegrenzte und unkontrollierte Einwanderung vielleicht noch als naive Gutmenschenpolitik abtun, aber die Vorstellung, all diese Menschen integrieren zu können grenzt schon verdammt nahe an Größenwahn.

Was würde Franz Josef Strauß wohl über die Politik Merkels sagen? Anschauen lohnt sich!

Beitragsfoto von Carl-Ernst Stahnke  / pixelio.de

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